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Rezension durch Phantastik.de

Von Carsten Kuhr:

Im ersten Roman der detailreich ausgearbeiteten Welt Nosbador, in der in der Zukunft noch diverse weitere Erzaehlungen spielen sollen, wollte der Autor nach eigener Aussage weg vom gewohnten Fantasy-Allerlei der "Rettung einer Welt durch einen jungen, unerfahrenen Helden vor dem Untergang / boesen Zauberer mittels Queste, die unseren Protagonisten quer durch seine Welt fuehrt, und ihm / ihr Gelegenheit zur Entwicklung gibt". Nun, so unterschiedlich praesentiert sich ELFENMOND dann aber doch nicht. Wir haben eine Queste (Befreiung Luna´s von ihrem Fluch), die Reise fuehrt unsere jugendlichen, noch unerfahrenen Helden quer durch Nosbador, ein Magisches Hilfsmittel (Ivo´s Amulett) ist ebenso von Bedeutung, wie die Hilfe der weisen Drachen. Und auch die Abkehr von den altbekannten, dem Volksglauben entlehnten Figuren (Elfe, Zwerge, Fee oder Drache) ist, zumindest in vorliegendem ersten Roman der voneinander unabhaengigen Erzaehlungen noch nicht so recht gelungen. Sowohl der Scopar Talon, als auch die Daemonin Minka kommen uns vornehmlich in menschlicher Tarngestalt daher, bedienen sich menschlicher Verhaltensmuster. Dabei sind entsprechende Ansaetze durchaus vorhanden ! Die Schilderung des Raubes des Eies, aus dem spaeter Talon schluepft, der nur vage, aber gerade deswegen unheimlich beschriebene Geist des Waldes, das sind Elemente, die es in spaeteren Romanen weiter zu verfolgen gilt. Auch die Protagonisten selbst bieten eher gewohnte Kost. Dvorkin, der jugendliche zunaechst ein wenig tolpatschige Held, der seine Faehigkeiten erst noch entdecken und entwickeln muss, die vom Fluch verfolgte, verzweifelte Elfin, der weise, hilfsbereite Drache, das sind gewohnte Versatzstuecke gaengiger Fantasy-Epen.

Der Spannungsbogen wird, durch die versetzten Zeitebenen zu Beginn kontinuierlich bis zum Kulminationspunkt hin aufgebaut, die Klimax aber praesentiert uns ein ebenso diffuses, wie abruptes Ende des Romans, das mich etwas unbefriedigt zurueckliess.

Dies alles heisst aber beileibe nicht, dass es an dem umfangreichen Roman nur zu Kritisieren gibt - wie schon gesagt, die Messlatte wurde von den Verantwortlichen selbst so hoch angelegt. Neben der detailliert ausgearbeiteten Welt mit all ihren Voelkern, Schauplaetzen und Historien fiel mir insbesondere die ansprechende Zeichnung der Nebendarsteller positiv auf. Immer wieder werden kurze "Geschichten in der Geschichte" eingeflochten, lernen wir interessante, skurrile Gestalten und eigenwillige Goetter kennen, die mich oftmals mehr interessierten, als unsere Handelnden selbst. Auch die Zeichnung der Personen, mit Ausnahme des blass bleibenden Dvorkin selbst ist als gelungen zu bezeichnen. Die stilistische Ausarbeitung ist unauffaellig und sorgt fuer eine fluessige, kurzweilige Lektuere, Spannung gibt es zuhauf.

Als Fazit bleibt mir, dass der Roman den Vergleich mit den in grossen deutschen Verlagshaeusern publizierten Fantasy Werken wahrlich nicht zu scheuen braucht. Der ganz grosse Wurf indes, insbesondere was die als Zielvorgabe genannte Abkehr von den ueblichen Klischees und gewohnten Handlungsablaeufen anbelangt ist leider noch nicht gaenzlich gelungen, wiewohl entsprechende Ansaetze erkennbar sind. Ein zweiter Roman ist gegenwaertig in Arbeit, ein Taschenbuch mit 7 erotischen Novellen, die alle in Nosbador spielen ist bereits erschienen - phantasik.de wird sicherlich auch weiterhin aus Nosbador berichten.

 
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Rezension durch Buecher4um.de

Krain, Guido - Elfenmond -(4 von 4 Sternen)

Inhalt:

Eine große Liebe, düstere Dämonen und ein sprechender Frosch. Das Ganze gut verrührt zu der Geschichte einer jungen Elfin, die nur geboren wurde, um den dunklen Machenschaften ihres Vaters dienlich zu sein. Doch mit Hilfe eines Menschen lehnt sie sich erfolgreich gegen ihr Schicksal auf.

Meine Meinung:

Ich bin wahrlich kein Fantasy-Fan, auch wenn ich das eine oder andere Buch des Genres als Zeitvertreib gelesen habe. Auch Elfenmond ist sehr leicht zu lesen, entwickelt aber eine erstaunliche Tiefe, die mich ziemlich umgeworfen hat. Ein tolles Buch, das man lieber Zuhause mit Ruhe als unterwegs mit Hetze lesen sollte. (Sandra)

 
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