Kreaturen der Elfenmond-Welt PDF Drucken E-Mail

Wie langweilig wäre Fantasy-Literatur, ohne fremdartige Kreaturen? Sie wäre nicht nur langweilig, sondern auch nicht von historischen Romanen zu unterscheiden. Und historische Romane haben nunmal rein gar nichts mit einer Reise in eine Phantasiewelt zu tun.

Unter "fremdartig" verstehen wir allerdings weder Elfen, noch Zwerge, Orks oder Drachen. Diese Wesen tauchen in so vielen Büchern und Filmen auf, daß sie heute noch so fremdartig wie Micky Maus oder Darth Vader sind. "Fremdartig" sind für uns Wesen, von denen Sie anderswo noch nie etwas gehört haben. Die Welt von Elfenmond wird von Kreaturen bevölkert, deren Kultur, Lebensumstände und Biologie sie überraschen werden. Von seltsamen Nutzpflanzen über Insekten und kleinen Säugetieren bis hin zu eigenartigen Humanioden und ausgewachsenen Monstren tut sich wahrhaftig eine ganz neue Welt auf.

Warum gibt es dann überhaupt Elfen, Zwerge, Orks und Drachen in der Elfenmondwelt? Ganz einfach: es handelt sich um Archetypen, auf die keine Fantasy-Welt verzichten sollte. Wer "Elfenmond" gelesen hat, wird schnell erkennen, daß die dort beschriebenen Elfen - wie alle in der Literatur beschriebene Elfen - wie zierlichere, schönere Menschen aussehen, aber sonst keine Ähnlichkeiten mit den bei Tolkien beschriebenen Elfen haben. Deshalb ein neues Wort zu erfinden, wäre nur ein Versuch, Originalität vorzutäuschen. Gleiches gilt für die zum Beispiel bei Cvon beschriebenen Orks und die bei Elfenmond beschriebene Drachendame.

Daß sie überhaupt ausgerechnet in unseren ersten Büchern so häufig vorkommen ist der Tatsache geschuldet, daß die ersten Kapitel bereits in einem relativ jungen Stadium der zugrunde liegenden Welt entstanden sind. Dennoch waren sie bisher bei jeder Publikation von Fantasy-Buch.de eher in der Minderheit. Im der Elfenmondwelt laufen gut 100 intelligente Arten, fast 40 Mischlinge und zwei Dutzend künstlich erzeugte oder durch besondere Umstände entstandene Rassen herum. Hinzu kommen unzählige Tiere und Pflanzen

 
Hintergründe PDF Drucken E-Mail

All diese Wesen sind jedoch nur leere Schablonen, bis sie einen echten Hintergrund erhalten.

Was heist das?

Jede Kreatur hat sich einen Lebensraum mit einer bestimmten Überlebensstrategie erobert. Ihre Herkunft und damit diese Strategie bestimmt ihre Gefühlswelt und gegebenenfalls ihr Denken. Ab einer gewissen Entwicklungsstufe kommt eine Kultur und gesellschaftliche Mechanismen hinzu. In der heutigen Fantasy-Literatur findet dies - unserer Meinung nach - selbst für die klassischen Rassen nur mangelhafte Berücksichtigung.

Ein Beispiel: Die in "Cvon" das erste mal auftauchenden Etherna und Theravor sind nicht einfach große und kleine Echsenwesen. Sie unterscheiden sich in Kultur, Empfindungswelt, Fähigkeiten und Verhalten so stark voneinander, daß man den Etherna nicht einmal ansatzweise eine Verwandtschaft mit ihren bulligen Vettern unterstellen würde. Andererseits unterscheiden sich die verschiedenen Völker einer Art untereinander naheliegenderweise genauso stark, wie Menschen dies untereinander tun. So haben verschiedene Elfenvölker nicht automatisch die gleiche Kultur und sprechen nicht die gleiche Sprache, nur weil sie Elfen sind.

Jedes Wesen in der Elfenmondwelt hat eine Herkunft, eine Biologie und ein Motiv zu tun, was es tut. Ein Monster bewacht also keine Schätze, weil sich das im Handlungsverlauf gut macht, sondern höchstens, weil es einen ganz bestimmten Grund dazu hat. Drachen können in den meisten Fällen wenig mit menschlichen Jungfrauen anfangen und düstere Dämonenlords überschwemmen nicht deshalb die Welt mit Untoten, weil sie sonst nichts mit ihrer Zeit anzufangen wüßten.